AUF EIN WORT...

Die Freileitungen müssen auch in Voxtrup und Lüstringen unter die Erde - Klares Zeichen für Erdverkabelung

 
Foto: Jutta Dettmann

Gruppenfoto in Borgloh im Rahmen der Sternwanderung für Erdverkabelung

20. Juni 2017

Ein klares Zeichen für eine Erdverkabelung auch in Voxtrup setzte die Voxtruper Bürgerinitiative, allen voran Christine Hoefer als Sprecherin, bei der Sternwanderung der Bürgerinitiative „Keine 380 kV-Freileitung am Teuto“. Über 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind der Aufforderung der Bürgerinitiative zur Sternwanderung gefolgt und haben klar zum Ausdruck gebracht, dass die auch im Bereich Voxtrup geplante Erhöhung der Leistung auf 380 kV nur durch eine Erdverkabelung erfolgen kann. Ich hatte bei der Kundgebung der Bürgerinitiative Gelegenheit, ein paar Worte an die Versammlung zu richten.

15.000 Menschen sind von den Planungen der Firma Amprion betroffen, die Freileitung auf der Strecke Wehrendorf – Osnabrück-Lüstringen und Voxtrup – Gütersloh auf 380 kV aufzurüsten. Hintergrund ist, dass der Windstrom, der vor allem an der Küste produziert wird, im Rahmen von Fernleitungen nach Süden transportiert werden muss.

 

Wir alle haben den Atomausstieg und die Energiewende gewollt. Vor diesem Hintergrund ist es wichtig, dass die Energiewende gelingt und der Strom zukünftig zu 100 % aus erneuerbaren Energiequellen gewonnen wird. Die Windenergie spielt dabei eine besonders wichtige Rolle. Der an der Küste gewonnene Strom muss daher auf möglichst direktem Weg an die Verbraucher, die Industrie und die Südländer wie Bayern und Baden-Württemberg weitergeleitet werden, da dort deutlich weniger Windstrom produziert wird. Gleichzeitig muss in einem Industrieland wie Deutschland natürlich eine sichere Energieversorgung gewährleistet sein.

So weit so gut. All dies darf aber nicht auf Kosten der Gesundheit der an den Trassen wohnenden Menschen gehen. Wenn wir die Energiewende zum Erfolg bringen wollen, brauchen wir auch die Akzeptanz der Menschen für die Folgen der Energiewende, etwa für die geplanten Stromtrassen. Deshalb kann die Lösung nur heißen: Energiewende ja, aber bitte möglichst mit Erdkabeln und ohne zusätzliche Freileitungen.

Die Niedersächsische Landesregierung hatte in der Vergangenheit mehrere Bundesratsinitiativen gestartet, um möglichst viele Trassen erdverkabelt verlaufen zu lassen. Wurden diese Initiativen zunächst von der Mehrheit der Bundesländer abgelehnt, konnten die Niedersächsischen Bundestagsabgeordneten im Rahmen einer gemeinsamen Kraftanstrengung erreichen, dass das EnLAG-Vorhaben 16 auf der Trasse Wehrendorf – Osnabrück-Lüstringen und Voxtrup – Gütersloh als weiteres Pilotprojekt für eine zumindest teilweise Erdverkabelung in das Energieleitungsausbaugesetz (EnLAG) des Bundes aufgenommen wurde. Ein Teilerfolg. Nun gilt es gemeinsam dafür zu sorgen, dass die komplette Strecke unter die Erde kommt. Technisch mittlerweile kein Problem mehr, ist es jetzt an der Zeit, im Bundestag und auch im Bundesrat für politische Mehrheiten zu kämpfen, die eine Vollerdverkabelung ermöglichen.

Frank Henning

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